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Reportagen

Reisereportagen auf travel-report.info

Urlaubsidee: 100-jähriges Titanic-Jubiläum zu Lande

Zum Titanic-Jubiläum 2012 wird es zahlreiche Jubiläumsfahrten per Kreuzfahrtschiff geben. Eine Jubiläumstour zu Lande, per Flugzeug und Zug kann hierfür eine sinnvolle Alternative sein.

Die Vorbereitung des 100. Jubiläums der Titanic-Katastrophe am 15. April 1912 beschäftigt derzeit sowohl die Reiseveranstalter als auch die Orte, die von diesem Unglück betroffen waren. Die spektakulärsten Reisen, eine Titanic-Gedenkreise oder Tauchgänge zum Wrack des Luxusliners sind, obwohl keinesfalls preiswert, bereits vollständig ausgebucht. Viele Reiseveranstalter versuchen nun nachzurüsten und weitere Titanic-Reisen zur See, etwa die Strecke zwischen Halifax und New York, die die Titanic nicht mehr „geschafft“ hat, anzubieten. Aber auch diese sind inzwischen nahezu ausgebucht. Gute Chancen gibt es dagegen noch für Reisende, die Schicksal der Titanic zu Lande nachverfolgen wollen. Auf diesem Wege werden sie zudem deutlich mehr Erinnerungsstücke sehen können, als auf einer Jubiläumsfahrt zu Wasser.

Reportage: Lissabon für Eroberer

Die Perle am Tejo lässt sich stressfrei am besten in der Vor- oder Nachsaison erschließen

Während in den vergangenen Jahrhunderten viele Eroberungen, die das weltumspannende portugiesische Kolonialreich geschaffen haben, von Lissabon ausgingen, ist die Stadt heute selbst Ziel von Eroberungsfeldzügen geworden. Die „Eroberungswaffen“ unserer Zeit sind sensationshungrige Blicke, Fotoapparate, und jede Menge Euros. Für lukullische Eroberungen sollte man sich zudem mit einer weiteren Waffengattung auskennen, zu der Messer, Gabel, Kuchenbesteck und Korkenzieher gehören. Tausende von Besuchern zieht es bereits in der Vorsaison in die Stadt, um ihre kleinen Siege über die Fischgerichte, Weinflaschen und Kuchensortimente zu feiern. Dass diese Siege nie endgültig sein werden, stört sie nicht. Er stachelt ihre Siegeslaune eher noch an. Genauso wenig stört es die Stadt, dass sie erobert wird. Ganz im Gegenteil, sie bietet sich lustvoll dar.

Der Herr über die "Stille Stadt"

Peter dei Conti Sant Manduca ist Herr über ein kleines, großes Reich. Er ist Bürgermeister einer Stadt, die nicht einmal 300 Einwohner hat. Er ist aber auch Bürgermeister einer Stadt, die jährlich fast Hunderttausend Besucher an sich zieht und zu den ältesten Städten Europas gehört. Mdina, die frühere Hauptstadt Maltas gilt als ein "must see" für die meisten Malta-Touristen. "Hier liegt auch meine wichtigste Aufgabe" erklärt Sant Manduca, der aus einem alten maltesischen Adelsgeschlecht abstammt.

Indische Whiskies – Eine diplomatische Herausforderung

Indien ist der größte Whiskyhersteller der Welt. Um der Milliarden-Bevölkerung den Whisky-Genuss besonders schmackhaft zu machen, hat man aussagekräftige Namen für die Alkoholsorten erfunden, die sehr eindeutig Auskunft über die Zielgruppe oder aber über die Resultate des Genusses geben. Häufig sind es mit Prestige behafte Berufe und Ämter, nach denen die Whiskysorten benannt werden. Jeder Attaché wird sicherlich die gleichnamige Whiskysorte schon einmal ausprobiert haben. Genauso wird sich jedes Flottenoberhaupt mit Kennermine den einen oder anderen Schluck der Sorte „Admiral“ zugeführt haben (Auch karrierebewussten Kapitänen zu empfehlen!). Und freilich wird jeder Direktor sich zu geeigneter Zeit einmal mit „Director’s Special“ über die Mühsal des Berufes trösten. Es wird kolportiert, dass sich auch überarbeitete Bollywood-Regisseure an dieser Sorte versucht haben sollen. Selbst Diplomaten erfreuen sich einer eigenen Whiskysorte „Diplomat“.
Ein großes Rätsel haben uns die indischen Alkohol-Marketer allerdings mit der Sorte...

Die grundlose Liebe zum Iren

Es ist nicht gut für einen Autor, über einen Gegenstand zu schreiben, den er zu sehr mag, bekennt Heinrich Böll irgendwo in seinem „Irischen Tagebuch“. Er liebt Irland, er liebt es über alle Maßen, das verhehlt er nicht. Er ist gewissermaßen einer der Iren. Und diese Liebe ist deutsches Gemeingut.

Woher stammt das eigentlich? Warum lieben wir die Iren so innig? Seit die Umfragen unter den Deutschen nach den europäischen Vorlieben durchgeführt werden, liegen die Iren regelmäßig mit Abstand vorn.

Vielleicht Weltraumbahnhof - bestimmt mit Warmwasseranschluß

Chiles ergiebigstes Reiseziel: Die Atacamawüste

Die Wüste blüht von Oktober bis Dezember. Wenn über Deutschland die Herbststürme hereinbrechen, beginnt in Chile der Frühling und damit die für den Touristen angenehmste Reisesaison. Das gilt vor allem für den Norden des schmalen Landes an der Westküste Südamerikas, für die Atacama-Wüste. Es sei die trockenste Landschaft der Welt, erklären Reiseführer und Taxifahrer übereinstimmend, denn es soll dort seit Menschengedenken nicht mehr geregnet haben. Aber eine öde Sahara ist es für Touristen nicht, sondern die interessanteste Region Chiles.

Mexiko-Stadt: Wieder in der größten Kommune der Welt

Reise nach Mexiko vom 10. November bis 22. Dezember 2007

Von wegen, der moderne Reisemensch kann seine Füße zuhause lassen. Weil das Flugzeug nach Frankfurt/M. verspätet abhob, erwische ich das Toronto-Flugzeug nur noch rennend - und keuchend lasse ich mich in den Sitz fallen. Aber es geht los. Bis Toronto fliegen wir elf Stunden, vier weitere dann von dort nach Mexiko-Stadt. Genug Zeit, meinem Reiseplan den letzten Schliff zu geben.

Die Ruhe vor dem Sturm: Antalya vor der Saison

April 2009: Abends brennen die Kerzen auf den elegant eingedeckten Tischen. Ihr Flackern leuchtet in den leeren Weingläsern wider. Die Flamenco-Klänge im Hintergrund lassen einen temperamentvollen Abend erwarten. Die Kellner stehen im Frack bereit. Die romantische Szene hat nur einen kleinen Makel: es gibt keine Gäste. Antalya probt die Saison. Die malerische Altstadt Kaleici ist übersät mit Restaurants, die auf Gäste warten. Nicht überall sieht es so perfekt aus wie im exklusiven "La Perla". Aber auch in den einfacheren Lokalen in Küstennähe unterbrechen die eifrigen Kellner ihr Go-Spiel, wenn ein Spaziergänger sich in ihre Straße verirrt. Sie halten jedem Spaziergänger eifrig ihre Speisekarte entgegen und wollen ihn überreden, auf ihrem Freisitz Platz zu nehmen. Was mit Verführung nicht klappt, versuchen die Restaurants mit den Preisen zu erreichen: Einige bieten das Bier schon zu Ladenpreisen, knapp anderthalb Euro, an.

Cold Turkey. Istanbul im Winter

Wer im Winter in die Türkei reist, muss damit rechnen, dass es kalt wird. Der Himmel ist wolkenbehangen und die Temperaturen wenig über 10 Grad, oder, wenn es ganz dick kommt, schneit es sogar. „Cold Turkey“ – kalte Türkei: der Begriff kann allerdings auch „kalter Truthahn“ und noch einiges mehr bedeuten. - Wenn schon Kälte, warum dann nicht Istanbul? Die größte Stadt der Türkei, die nach einer gloriosen Geschichte als Hauptstadt des byzantinischen, römischen und osmanischen Reiches nun nicht mehr Hauptstadt sein darf, empfängt den Besucher wohl kühl aber voller Reize.